Moltonauflage

Moltonauflage

Eine Moltonauflage, auch Moltonschoner oder Kalmuckauflage genannt, schützt die Matratzenoberfläche vor Schweiß, Hautschuppen und Verschmutzungen. Das weiche, aufgeraute Baumwollgewebe ist saugfähig und je nach Modell bei 60 oder 95 °C waschbar. Bei Allergie2000 finden Sie unbeschichtete Moltonauflagen sowie Ausführungen mit Nässeschutz, als Auflage mit Eckgummis oder als Spannbezug. Zum Sortiment gehören Modelle von BNP Brinkmann, f.a.n. Frankenstolz und Formesse in zahlreichen Größen.

  • Molton Matratzenschoner Orchidee von Badenia BNP Bed Care
    ab 18,95 €
  • Molton Matratzenschoner Jasmin von Badenia BNP Bed Care
    ab 25,00 €
  • Molton Matratzenschoner Clima Top von Badenia BNP Bed Care
    ab 10,00 €
  • Wasserdichte Matratzenauflage Secura von Badenia BNP
    ab 10,00 €
  • Wasserdichter Frottee Matratzenschoner Safe von f.a.n.
    ab 54,95 €
  • Bella Donna Edel-Molton (das Laken ist nicht im Lieferumfang enthalten)
    ab 59,95 €

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Was ist eine Moltonauflage?

Molton ist ein weiches, meist aus Baumwolle bestehendes Gewebe. Der Name kommt ursprünglich aus dem Französischen. „Molleton“ bezeichnet ein weiches Baumwollgewebe. Als schützende Matratzenauflage gehört der Moltonschoner zu den traditionellsten Bettwaren überhaupt. Schon unsere Großeltern fanden Matratzenschützer aus aufgerautem Baumwollgewebe in ihren Betten nützlich.

Molton wird auf einer oder auf beiden Seiten aufgeraut. Durch diese flauschige Oberfläche ist das Material weich, wärmend und saugfähig. Es kann Feuchtigkeit aufnehmen und schützt die Matratzenoberfläche zugleich vor Hautschuppen, Staub und anderen Verschmutzungen.

Auch die Bezeichnung Kalmuck oder Kalmuk wird bei Matratzenschonern häufig verwendet. Hersteller benutzen Molton und Kalmuck teilweise nahezu synonym. Historisch und textiltechnisch sind die Begriffe jedoch nicht in jedem Fall identisch. Im heutigen Bettwarenhandel bezeichnen beide schwere, aufgeraute Baumwollqualitäten, die als saugfähiger Matratzenschutz eingesetzt werden. Entscheidend sind Materialzusammensetzung, Flächengewicht und Verarbeitung des konkreten Produktes.

Molton ist saugfähig, aber nicht automatisch wasserdicht

Eine klassische Moltonauflage kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, ist aber ohne zusätzliche Sperrschicht nicht wasserdicht. Wird mehr Flüssigkeit aufgenommen, als der Stoff halten kann, gelangt sie irgendwann bis zur Matratze.

Wasserdichte Moltonauflagen besitzen deshalb eine zusätzliche Schutzschicht, meist aus Polyurethan. Bei einfachen zweischichtigen Ausführungen liegt diese Beschichtung auf der Rückseite des Moltons frei. Bei dreischichtig aufgebauten Nässeschutzauflagen befindet sich die wasserundurchlässige Schicht zwischen zwei Textillagen.

Der dreischichtige Aufbau ist aufwendiger, schützt die empfindliche Sperrschicht aber auf beiden Seiten vor direkter mechanischer Belastung. Dadurch ist sie weniger anfällig als eine frei liegende rückseitige Beschichtung. 

Moltonschoner als praktischer Matratzenschutz

Moltonauflagen fangen einen erheblichen Teil dessen auf, was durch das Spannbettlaken gelangt. Dazu gehören feine Hautschuppen, Staub, Schweiß und andere Verschmutzungen. Der Schoner lässt sich wesentlich leichter abnehmen und waschen als der Originalbezug einer Matratze. Das schützt die Matratzenoberfläche und kann dazu beitragen, deren Bezug länger in einem gepflegten Zustand zu erhalten.

Das aufgeraute Baumwollmaterial besitzt außerdem ein gewisses Wärmevermögen. Im Winter kann eine dickere Moltonauflage dazu beitragen, dass sich die Matratzenoberfläche weniger kühl anfühlt. Wer nachts schnell warm wird, wählt dagegen besser eine dünnere Qualität.

Das eigentlich recht unspannende Thema „Matratzenschutz“ kann das Wohlbefinden im Bett also durchaus beeinflussen. Ein sauberer, gut sitzender und unkompliziert waschbarer Schoner schafft eine pflegeleichte Schicht zwischen Bettlaken und Matratze.

Auflage mit Eckgummis oder Molton-Spannbezug?

Eine Moltonauflage mit Eckgummis bedeckt die Oberseite der Matratze. Sie ist schnell abgezogen, benötigt wenig Platz in der Waschmaschine und lässt sich unkompliziert wieder befestigen. Die Seiten und die Unterseite der Matratze bleiben frei.

Ein Molton-Spannbezug besitzt einen umlaufenden Rand und wird ähnlich wie ein Spannbettlaken über die Matratze gezogen. Er schützt neben der Liegefläche auch die Seiten. Der Molton-Spannbezug von Formesse liegt deshalb genau an der Grenze zwischen Matratzenbezug und Moltonauflage und ist sinnvoll in beiden Zusammenhängen zu finden.

Bei Spannbezügen muss die Steghöhe zur Matratze passen. Bei Auflagen mit Eckgummis kommt es darauf an, dass die Bänder ausreichend lang und stabil sind. Zu stramm sitzende Gummis können an den Ecken ziehen, zu lockere Befestigungen lassen die Auflage verrutschen.

Molton und punktelastische Matratzen

Klassische Moltonqualitäten sind häufig weniger elastisch als Jersey oder moderne Stretchgewebe. Eine sehr schwere, feste und straff aufgezogene Auflage kann die feine Anpassungsfähigkeit einer punktelastischen Matratzenoberfläche stärker beeinflussen als ein elastischer Schutzbezug.

Das bedeutet nicht, dass Molton grundsätzlich ungeeignet ist. Entscheidend sind Materialstärke, Elastizität, Befestigung und das jeweilige Schlafsystem. Für besonders anpassungsfähige Matratzen oder stark verstellbare Unterbauten kann ein elastischer Molton-Spannbezug mit Elasthananteil die bessere Lösung sein.

Moltonauflagen bei Hausstauballergie

Bei einer Hausstauballergie reagiert der Körper auf Allergene, die vor allem aus den Ausscheidungen der Hausstaubmilben stammen. Diese allergenhaltigen Partikel können sich mit dem Hausstaub verbinden und durch Bewegungen im Bett verteilt werden.

Ein Moltonschoner ist kein milbendichtes Encasing. Er erleichtert aber die regelmäßige Reinigung der Schicht unmittelbar unter dem Bettlaken. Bei 60 °C waschbare Modelle sind deshalb für Menschen interessant, die Bettwaren häufiger und gründlich reinigen möchten. Das Waschen reduziert Milben und entfernt einen erheblichen Teil der allergenhaltigen Rückstände.

Wasserdichte Auflagen besitzen in ihrer geschlossenen Fläche zugleich eine Barriere für Milben und Partikel. Weil eine gewöhnliche Auflage mit Eckgummis die Matratze aber nicht vollständig umschließt, bietet sie nicht denselben Schutzumfang wie ein Encasing.

Materialstärke und Waschmaschinenvolumen

Moltonschoner werden häufig mit Flächengewichten zwischen ungefähr 300 und 500 g/m² angeboten. Damit liegen sie in einem ähnlichen Bereich wie viele Handtücher. Trotz ihrer Materialstärke bleiben sie wesentlich flacher und weniger voluminös als ein gefülltes Unterbett.

Das macht sie unkompliziert in der Maschinenwäsche. Während ein großes, dickes Unterbett schnell eine sehr große Waschtrommel benötigt und für das Wechseln eines Rundumbezuges möglicherweise eine zweite Person hilfreich ist, lässt sich eine Moltonauflage ähnlich einfach abziehen und waschen wie ein Spannbettlaken.

Moltonauflagen von BNP Brinkmann und weiteren Marken

BNP Brinkmann ist seit Jahrzehnten auf Matratzenschutz spezialisiert. Zu den bekannten Moltonprodukten gehören unterschiedliche Konstruktionen und Materialstärken, beispielsweise die Serien Orchidee und Jasmin. Je nach Modell werden klassische Baumwollauflagen, Spannlösungen oder Nässeschutzvarianten angeboten.

Bei Allergie2000 finden Sie Moltonschoner in üblichen Maßen wie 90 x 200, 100 x 200, 140 x 200, 160 x 200 oder 180 x 200 cm. Bei ausgewählten Produkten sind auch Sondergrößen erhältlich. Ergänzt wird das Sortiment durch Matratzenauflagen von f.a.n. Frankenstolz und Molton-Spannbezüge von Formesse.

Zertifizierungen wie OEKO-TEX STANDARD 100 werden beim jeweiligen Produkt genannt, wenn sie für dieses Modell vorliegen.

Wie und wie oft wäscht man einen Moltonschoner?

Eine Moltonauflage ist schnell von der Matratze abgenommen und nimmt in der Waschmaschine ähnlich wenig Platz ein wie andere schwere Baumwolltextilien. Sie kann deshalb grundsätzlich beim Wechsel der Bettwäsche mitgewaschen werden. Wie häufig das sinnvoll ist, hängt davon ab, wie stark jemand schwitzt, ob eine Hausstauballergie besteht und wie der Schoner zusätzlich durch Bettlaken oder weitere Auflagen geschützt wird.

Aus Gesprächen mit unseren Kunden wissen wir, dass Bettwäsche häufig in Abständen von etwa zwei bis vier Wochen gewechselt wird. Wer stark schwitzt, besonders empfindlich auf Hausstaub reagiert oder einfach häufiger das Gefühl eines frisch gewaschenen Bettes genießen möchte, kann den Moltonschoner entsprechend mitwaschen. Ein zweiter Schoner ist praktisch, wenn die saugfähige Baumwolle noch nicht vollständig getrocknet ist.

Gängige Markenprodukte sind je nach Modell bei 60 oder 95 °C waschbar. Für die normale Haushaltsreinigung ist eine 60-Grad-Wäsche häufig ausreichend. Das konkrete Pflegeetikett bleibt jedoch verbindlich, besonders wenn der Schoner eine Beschichtung oder einen elastischen Spannrand besitzt.

Trocknen, Einlaufen und Weichspüler

Viele Moltonauflagen sind trocknergeeignet. Der Trockner spart Zeit und lockert die aufgeraute Baumwolloberfläche wieder auf. Auch hier gelten die Pflegeangaben des Herstellers.

Baumwollmolton kann beim Waschen und Trocknen einlaufen. Hochwertige Qualitäten werden deshalb sanforisiert, vorgekrumpft oder entsprechend großzügig zugeschnitten. Bei günstigen White-Label-Produkten lohnt sich ein besonders genauer Blick auf Pflegevorgaben und Maßtoleranzen.

Auf Weichspüler sollte bei einer Moltonauflage möglichst verzichtet werden. Er legt sich um die Fasern und kann die Saugfähigkeit der Baumwolle vermindern. Da der Schoner unter dem Bettlaken liegt und nicht unmittelbar mit der Haut in Kontakt kommt, ist zusätzliche Weichheit durch Weichspüler ohnehin kaum erforderlich.

Wie verwendet man eine Moltonauflage?

Der Moltonschoner wird direkt auf der Matratzenoberfläche platziert und mit Eckgummis oder einem Spannrand befestigt. Darüber kommt das eigentliche Bettlaken.

Wird zusätzlich ein milbendichtes Encasing verwendet, ist die Reihenfolge:

  1. Matratze

  2. Encasing

  3. Moltonauflage oder Molton-Spannbezug

  4. Spannbettlaken

Diese Kombination ist praktisch, weil der Moltonschoner wesentlich schneller gewechselt und häufiger gewaschen werden kann als das vollständige Encasing. Zugleich liegt auf dem häufig sehr fein gewebten Encasing eine saugfähige textile Schicht aus Baumwolle.