Ergonomische Nackenstützkissen
Wählt man beim Schlafen die falsche Unterlage als Kopfkissen, kann es schnell zu Beschwerden im Bereich von Kopf und Nacken kommen. Umgangssprachlich werden Nackenstützkissen häufig als orthopädische Kissen oder Gesundheitskissen bezeichnet. Entscheidend ist jedoch nicht die Bezeichnung, sondern ob Form, Höhe und Festigkeit tatsächlich zum Körper, zur Schlafposition und zur Matratze passen.
Ein Nackenstützkissen soll den Bereich zwischen Kopf, Nacken und Schultern ausfüllen und eine möglichst neutrale Haltung der Halswirbelsäule unterstützen. Wie hoch das Kissen dafür sein muss, lässt sich nicht pauschal festlegen. Eine breite Schulter benötigt in Seitenlage meist mehr Ausgleich als eine schmale. Gleichzeitig sinkt der Körper auf einer weichen Matratze tiefer ein, wodurch häufig ein niedrigeres Kissen ausreicht. Auf einer festen Matratze kann dagegen eine größere Stützhöhe sinnvoll sein.
Auch für Menschen mit Hausstauballergie gibt es geeignete Nackenstützkissen. Besonders wichtig sind nachvollziehbare Materialangaben und ein abnehmbarer, waschbarer Bezug. So gut wie alle Modelle in unserem Sortiment besitzen einen solchen Bezug. Ob darüber hinaus auch der Kern oder das komplette Kissen gewaschen werden darf, ist vom jeweiligen Aufbau abhängig. Schaumstoffkerne gehören in der Regel nicht in die Waschmaschine. Deshalb sollten immer die Pflegehinweise des Herstellers beachtet werden.
Durch sachgerechtes und regelmäßiges Waschen des Bezuges lassen sich Hautschuppen, Staub und allergenhaltige Partikel entfernen. Das trägt zu einem hygienischen Schlafumfeld bei, ohne dass der empfindliche Schaumstoffkern unnötig belastet wird. Wer wegen einer Hausstauballergie einen umfassenderen Schutz benötigt, kann das Nackenstützkissen mit einem passenden milbendichten Bezug und weiteren Encasings für Matratze und Bettwaren kombinieren.
Aufbau und Materialien von Nackenstützkissen
Nackenstützkissen haben immer einen Aufbau mit besonderer Stützfunktion. Häufig besteht der Kern aus Schaumstoff, beispielsweise Memory Foam, Visco-Schaum, Latex oder Kaltschaum. Im Prinzip finden hier ähnliche stützende Materialien Verwendung wie bei Matratzen. Es gibt aber auch Varianten mit einer anpassbaren Füllung aus Faserbällchen, Schaumstäbchen oder Schaumflocken.
Auch bei der Form gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Am bekanntesten sind sicherlich Nackenstützkissen mit der typischen Wellenform. Die unterschiedlich hohen Seiten erlauben es, das Kissen zu drehen und die angenehmere Stützhöhe auszuwählen. Die Mulde in der Mitte nimmt den Kopf auf, während die höhere Kante den Nackenbereich unterstützt. Stützende Kissen gibt es aber auch mit gerader Oberfläche oder in einer eher klassischen, „kissenförmigen“ Form.
Die Füllung kann als fester Block gestaltet sein, aus teilbaren und entnehmbaren Platten bestehen oder als lose Schaumstäbchen-, Schaumflocken- oder Faserbällchenfüllung vorliegen. Welcher Aufbau besser ist, hängt stark vom persönlichen Liegegefühl ab. Ein Formkern bietet eine klar definierte Unterstützung. Lose oder entnehmbare Füllungen lassen sich dagegen häufig leichter an die gewünschte Höhe und Festigkeit anpassen.
Visco, Latex oder variable Füllung?
Viscoelastischer Schaum reagiert auf Druck und Körperwärme. Er gibt langsam nach und passt sich den Konturen von Kopf und Nacken an. Wird der Schaumkern entlastet, kehrt er nach und nach in seine ursprüngliche Form zurück. Dieser sogenannte Memory-Effekt wird von vielen Menschen als angenehm druckentlastend empfunden. Wer sich nachts häufig dreht oder ein besonders federndes Kissen bevorzugt, empfindet die langsamere Reaktion des Materials möglicherweise weniger angenehm. Außerdem kann Visco-Schaum in einem kühlen Schlafzimmer zunächst fester wirken und durch die Körperwärme weicher werden.
Latex reagiert unmittelbarer und besitzt eine ausgeprägte Rückstellkraft. Das Material gibt unter Belastung nach, federt aber schneller zurück als ein Visco-Schaum. Dadurch kann ein Latexkissen für Menschen interessant sein, die eine elastische und zugleich stabile Unterstützung wünschen. Ein Latexkern ist meist schwerer als ein vergleichbar großes Faserkissen und lässt sich nicht wie ein klassisches Kopfkissen zusammenknüddeln.
Kissen mit variabler Füllung bieten eine andere Form der Anpassung. Bei ihnen kann je nach Modell Füllmaterial entnommen oder ergänzt werden. Einige Nackenstützkissen besitzen außerdem drehbare, keilförmige oder herausnehmbare Einlegeplatten. So lassen sich Höhe, Neigung oder Festigkeit verändern, ohne direkt ein neues Kissen kaufen zu müssen.
Jeder Mensch hat eine individuelle Kopfform und Kopfposition, eine unterschiedliche Schulterbreite und vor allem verschiedene Schlafgewohnheiten. Ein einziger Kissentyp kann also nicht allen Anforderungen gerecht werden. Ideal kann deswegen ein variables Kopfkissen sein, das Sie nach Ihren Bedürfnissen gestalten können. Aber auch ein fester Formkern kann genau richtig sein, wenn seine Kontur und Höhe zur eigenen Schlafsituation passen.
Nackenrolle und Nackenhörnchen
Nicht jedes stützende Kissen muss die Form eines gewöhnlichen Schlafkissens haben. Nackenrollen sind kompakt und können je nach persönlichem Bedarf unter dem Nacken, unter den Knien oder zur Unterstützung anderer Körperbereiche verwendet werden. Entscheidend ist, dass die Rolle nicht zu hoch gewählt wird und keinen unangenehmen Druck erzeugt.
Ein Nackenhörnchen umschließt den Hals seitlich und kann den Kopf beim Sitzen unterstützen. Besonders auf längeren Fahrten oder Flugreisen kann es angenehmer sein, als den Kopf ohne seitlichen Halt immer wieder absinken zu lassen. Für die dauerhafte Nachtruhe im Bett ersetzt ein Nackenhörnchen jedoch normalerweise kein sorgfältig ausgewähltes Schlafkissen.
Bei Allergie2000 finden Sie solche kompakten Spezialkissen unter anderem von f.a.n. Frankenstolz. Je nach Ausführung sind Bezug oder komplettes Kissen bei höheren Temperaturen waschbar. Welche Pflege möglich ist, steht immer in den Angaben des jeweiligen Produktes.
Reisekissen: Unterstützung von Kopf und Nacken für unterwegs
Besonders auf Reisen gilt: Auch hier ist ein kleines Nackenkissen ein treuer Begleiter. Im Flugzeug, Zug oder Auto eine angenehme Haltung zu finden, ist nicht immer so einfach. Schließlich entspricht nicht jeder Mensch der Körpergröße beziehungsweise dem Standard, den der Konstrukteur eines Sitzes bei dessen Gestaltung zur Hilfe genommen hat.
Kleine transportable Visco-Kissen oder kompakte Stützkissen können hier Unterstützung bieten und den Reisekomfort verbessern. Ein weiteres Plus zeigen Reisekissen im Hotel. Nicht jeder kommt mit dem Wechsel vom heimatlichen Kissen auf das, was Hotels anzubieten haben, problemlos zurecht. Mit einem kleinen, transportablen Reisekissen lässt sich ein Stück des gewohnten Liegegefühls mitnehmen.
Für unterwegs sollte ein Kissen nicht nur bequem, sondern auch handlich sein. Ein abnehmbarer, waschbarer Bezug ist besonders praktisch, wenn das Kissen regelmäßig in verschiedenen Verkehrsmitteln oder Unterkünften verwendet wird. HEFEL bietet beispielsweise kompakte Reisekissen an, die sich leichter im Gepäck unterbringen lassen als ein vollständiges Schlafkissen.
Welches Nackenstützkissen passt zu welcher Schlafposition?
Seitenschläfer benötigen meist ein Kissen, das den Abstand zwischen Schulter und Kopf ausreichend ausgleicht. Der Kopf sollte weder deutlich zur Matratze absinken noch auf der anderen Seite nach oben gedrückt werden. Schulterbreite und Einsinktiefe der Matratze spielen dabei zusammen.
Rückenschläfer kommen häufig mit einer mittleren oder niedrigeren Stützhöhe zurecht. Eine sanfte Kontur kann den Nacken ausfüllen, ohne den Kopf zu weit nach vorn zu schieben. Ist das Kissen zu hoch, kann die Halswirbelsäule in eine unangenehme Beugung geraten.
Bauchschläfer benötigen normalerweise eine besonders flache Lösung, da ein hohes Kissen die ohnehin gedrehte Kopfhaltung zusätzlich verstärken kann. Manche Bauchschläfer schlafen am angenehmsten auf einem sehr niedrigen Kissen oder auf einem Modell mit herausnehmbarer Füllung.
Viele Menschen bleiben nachts allerdings nicht in einer einzigen Position. Wer häufig zwischen Rücken- und Seitenlage wechselt, kann deshalb von einem Kissen mit unterschiedlichen Höhen oder einem anpassbaren Aufbau profitieren. Die richtige Auswahl zeigt sich letztlich nicht allein beim kurzen Probeliegen, sondern eventuell müssen sich Kopf, Nacken und Schultern in mehreren Nächten an ein neues Kissen gewöhnen.
Nackenkissen kaufen
Diese Kissen können zu einem besseren Liegegefühl beitragen und dabei helfen, Kopf und Halswirbelsäule in einer möglichst neutralen Position zu lagern. In unserem Online-Shop finden Sie ergonomisch geformte Kopfkissen und Nackenstützkissen von f.a.n. Frankenstolz und HEFEL. Zum aktuellen Sortiment gehören Modelle mit Visco-, Latex- oder variablen Füllungen sowie Nackenrollen, Nackenhörnchen und kompakte Reisekissen.
Da ein Nackenstützkissen vor allem Kopf und Halswirbelsäule aufnehmen soll, sind kompakte Maße wie circa 40 × 80 cm oder 40 × 60 cm verbreitet. In Seiten- und Rückenlage sollte der Schulterbereich normalerweise vor dem Kissen bleiben. Das ist jedoch keine starre Vorschrift. Ausschlaggebend bleibt, dass Kopf und Nacken angenehm liegen und das Kissen nicht unter die Schulter geschoben werden muss, um ausreichend Halt zu geben.
Die Größenangaben sind dabei häufig nur ca.-Maße, denn damit die Kissen in gewöhnliche Bettwäsche passen, ist die tatsächliche Länge und Breite normalerweise kleiner als die Nennmaßangabe des Herstellers. So kann ein „40 × 80 cm“-Kissen gemessen tatsächlich nur 35 × 69 cm groß sein, hat aber seitlich 10 bis 11 cm Höhe. In einen gewöhnlichen Kissenbezug mit 80 × 80 cm passt es somit, wenn man diesen umschlägt. Der Bezug ist dann allerdings eher etwas reichlich. Für Perfektionisten, die der überschüssige Stoff am Kissen stört, empfiehlt sich gegebenenfalls eine Maßanfertigung des Kissenbezuges oder die Verwendung elastischer Materialien wie Jersey. Bei Formkissen ist außerdem darauf zu achten, dass ein zu knapp sitzender Bezug die Kontur des Kissens nicht zusammendrückt und dadurch seine Stützhöhe verändert.
Eingewöhnung und Pflege
Der Wechsel von einem weichen, hohen Faserkissen auf ein geformtes Nackenstützkissen kann ungewohnt sein. Der Kopf liegt anders, und das Kissen lässt sich nicht in gleicher Weise knautschen, falten oder zusammenschieben. Einige Menschen wissen schon nach der ersten Nacht, ob ihnen die Form zusagt. Andere benötigen etwas Zeit, um sich an die veränderte Unterstützung zu gewöhnen.
Anpassbare Modelle erleichtern die Annäherung an die passende Höhe. Einlegeplatten können probeweise entfernt, lose Füllungen schrittweise reduziert und Wellenkissen mit der niedrigeren oder höheren Seite verwendet werden. Dabei sollte immer nur eine Veränderung vorgenommen werden. So lässt sich besser beurteilen, welche Einstellung tatsächlich angenehmer ist.
Bei der Pflege muss zwischen Bezug und Kern unterschieden werden. Abnehmbare Bezüge können häufig gewaschen werden, doch Temperatur und Trocknereignung unterscheiden sich von Modell zu Modell. Schaumkerne sollten regelmäßig gelüftet, aber nur dann gewaschen werden, wenn der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt. Ein zusätzlicher Kissenbezug schützt den eigentlichen Funktionsbezug vor Schweiß und Hautfett und lässt sich häufiger wechseln.
Spezialkissen
Stützende Kissen gibt es noch in vielen weiteren Formen, beispielsweise als Seitenschläferkissen, Bauchschläferkissen oder Beinruhekissen. Der Markt bietet für viele Schlafstile und Einsatzbereiche besonders geformte Bettwaren an. Nicht jede Spezialform ist automatisch für jeden Menschen geeignet. Sie sollte ein konkretes Problem lösen und zur eigenen Schlafposition passen.
Wer statt eines festen Formkerns lieber ein klassisch weiches und aufschüttelbares Kissen möchte, findet bei unseren Faserkissen von f.a.n. Frankenstolz unterschiedliche Größen und Pflegeeigenschaften. Bei Fragen zu Höhe, Kernmaterial, Waschbarkeit oder einem geeigneten Bezug beraten wir Sie gerne persönlich.