Seidenbettwäsche aus Maulbeerseide oder Wildseide
Seidenbettwäsche spricht gleich mehrere Sinne an. Die feine Oberfläche fühlt sich glatt an, das Gewebe fällt fließend und der natürliche Glanz verändert sich mit dem Lichteinfall. Dadurch wirkt ein Bettbezug aus Seide zugleich zurückhaltend und ausgesprochen luxuriös.
Oft spricht man von einer Ähnlichkeit zur menschlichen Haut. Sinnvoller lässt sich der besondere Griff über den Aufbau der Faser erklären: Seidenfilamente können sehr fein, lang und glatt verarbeitet werden. Daraus entstehen Stoffe mit einer geschlossenen Oberfläche, die sich deutlich von Baumwolle, Leinen oder aufgerauten Winterstoffen unterscheidet.
Maulbeerseide, Wildseide und Seidensatin
Seide ist nicht gleich Seide. Für besonders feine Seidenbettwäsche wird häufig Maulbeerseide verwendet. Ihre langen Filamente lassen sich zu gleichmäßigen, glatten Geweben verarbeiten. Wildseide besitzt dagegen meist eine unregelmäßigere Struktur und einen kräftigeren Griff.
Auch der Begriff Satin bezeichnet keine Faser, sondern eine Webart. Seidensatin ist ein in Atlasbindung gewebter Stoff aus Seide. Seine Vorderseite erscheint glatt und glänzend, während die Rückseite matter sein kann. Viscosesatin oder Polyestersatin können ähnlich glänzen, bestehen aber aus anderen Fasern. Wer Bettwäsche aus reiner Seide sucht, sollte deshalb immer die Materialangabe prüfen.
Ungefärbte Seide zeigt den natürlichen Farbton des Materials. Je nach Qualität und Verarbeitung kann dieser zwischen warmem Weiß, Elfenbein und Creme liegen. Ungefärbt bedeutet dabei nicht automatisch ungebleicht oder vollständig unbehandelt. Maßgeblich bleiben die konkreten Angaben zum jeweiligen Produkt.
Wie fühlt sich Seidenbettwäsche an?
Seidenbettwäsche ist glatt, leicht und anschmiegsam. Sie besitzt nicht die bauschige Wärme eines Biberstoffes und nicht den trockenen, markanten Griff von Leinen. Gerade diese feine, zurückhaltende Oberfläche macht sie für Menschen interessant, die grobe oder stark strukturierte Stoffe im Bett nicht mögen.
Ob ein Seidenbezug als kühl oder angenehm temperiert empfunden wird, hängt auch von Raumtemperatur, Bettdecke und persönlichem Wärmeempfinden ab. Die Bettwäsche ersetzt daher nicht die Auswahl einer zur Jahreszeit passenden Decke. Im Sommer kann sie mit einer leichten Sommerdecke, im Winter mit einer wärmeren Bettdecke kombiniert werden.
Seidenbettwäsche waschen und pflegen
Seide benötigt eine schonendere Pflege als Baumwoll- oder Microfaserqualitäten. Entscheidend ist immer das Pflegeetikett. Waschbare Seidenbettwäsche sollte mit einem für Seide geeigneten Waschmittel gereinigt werden. Vollwaschmittel, Bleichmittel und aggressive Fleckenbehandlungen sind ungeeignet.
Schließen Sie vorhandene Verschlüsse und drehen Sie Bett- und Kissenbezug auf links. Ein Wäschenetz kann zusätzlichen Schutz bieten. Seide sollte nicht lange nass liegen und nicht kräftig ausgewrungen werden. Direkte, intensive Sonne kann ungefärbte und gefärbte Seide verändern.
Bettbezug, Kissenbezug und Spannbettlaken kombinieren
Zum vollständigen Bett gehört neben dem Seidenbettbezug und dem Kissenbezug ein passendes Spannbettlaken. Ein Laken aus Satin besitzt ebenfalls eine glatte Oberfläche und lässt sich deshalb gut mit Seidenbettwäsche kombinieren. Baumwoll-Jersey ist eine unkomplizierte Alternative.
Auch bei der Bettdecke und beim Kopfkissen lohnt sich ein Blick auf Bezug, Füllung und Pflege. Wer Seide als Material schätzt, findet bei Allergie2000 ergänzend ausgewählte Bettwaren mit Seide. Dabei wird jeweils genau angegeben, ob die Seide im Bezug, in der Füllung oder in beiden Bestandteilen verarbeitet wurde.